Christian Palm Photographie

Portrait | Bühne | Kunst
© Christian Palm

Ansehen aller Essays #koeln

Jérémie Rhorer - Portraits in der Kölner Philharmonie

Interessant an diesem Auftrag der Köln-Musik (danke!) war vor allem, daß ich aus eigener Erfahrung weiß, wie "lustvoll" Musiker zwischen Generalprobe und Konzert auf eine Portrait-Session mit einem ihnen auch noch unbekannten Fotografen warten. Gerade Dirigenten haben dann ja doch sehr viel auf dem Tablett. Und dennoch: gutes Zureden, vorheriges Test-Shooting mit einem freundlichen "Ersatz-Model" und die Begrenzung auf strikte drei Minuten führten dazu, daß ich Jérémie kurz gewinnen konnte, darauf einzugehen. Technisch musste ich dann auch das Licht in der Philharmonie (3200 ISO bei 1/15 Sekunden, blau, wenn der Weißabgleich auf Blitz, den man unbedingt braucht, steht) und den Blitz zusammen bekommen. Ein erneuter Punkt für Blitze, die weit heruntergeregelt werden können, und natürlich für CTO-Folien.

Sean Brawley - Brawley Leadership

Sean Brawley, ehemaliger Tennis-Profi und heute mentaler Trainer u.a. auch Roger Federers, kam nach Köln, um sich hier, vermittelt durch die Nelson Artz Group, von mir ablichten zu lassen. Eigentlich bin ich nicht als Business Fotograf bekannt, gewünscht waren aber Bilder, die durchaus künstlerisch sind, ohne ganz den Charakter zu verlieren, die ein CEO von Bildern erwartet.

Huch, war ich aufgeregt! Da kommt jemand nach Köln, nur für Deine Linse, und Du kennst ihn nicht und weißt nicht, ob Du Dich überhaupt mit ihm verstehen wirst? Und dann ist es auch noch Sean Brawley? Denn die Grundschwingung von Sympathie entscheidet auch über den Charakter und die Qualität der Bilder. Zum Glück hatte ich wieder einmal die pure Entspannung und Professionalität in Persona mit mir: Heiner Siefken als Assistenten.

Als wir mit Sean zusammentrafen, lockerte aber auch ich mich. Ich hatte den Eindruck, den Dalai Lama als Business Man vor mir zu haben: es war wie beim Yoga. Ich hätte ihn durchaus fragen können, über dem Rhein zu schweben, wahrscheinlich hätte er es geschafft. Kurzum: es war ein angenehmes Shooting. Ich hoffe, die Bilder erzählen das auch.

Sean Brawley